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Archiv der Kategorie Übung & Training
Gespräche mit der “International Campaign for Tibet”
17.9.2009 von milan.

Die Frankfurter Buchmesse steht mit ihrem diesjährigen Ehrengast China wohl nicht unter einem guten Stern. Zuerst gab es einen Eklat um die Teilnahme von zwei chinesichen Dissidenten und jetzt sieht sich die Messeleitung erneut mit Zensurvorwürfen konfrontiert.
Das Messe Management der Frankfurter Buchmesse hat der International Campaign for Tibet (ICT) untersagt, auf der Frankfurter Buchmesse Informationsmaterial zu verteilen
Die International Campain for Tibet (ICT) hatte beantragt, auf den Messegängen mit Flugblättern für eine Lesung mit dem Schauspieler Hannes Jaenicke zu werben. Dies wurde von der Messeleitung mit Hinweis auf Sicherheitsaspekte abgelehnt, was zu heftigen Protesten führte. Die ICT kommentierte “Das Buchmessen-Management unterbindet mit seinem Verhalten friedliche Meinungsäußerungen und beschädigt sich damit als eine internationale Messe des freien Wortes selbst” und forderte die Messeleitung auf, ihre Entscheidung zu revidieren.
Um den Schaden hinsichtlich der negativen Publicity zu begrenzen hat die Messeleitung der ICT jetzt ein Gesprächsangebot gemacht.
Soweit die Situation. Zur Übung:
Stell Dir vor, VertreterInnen der ITC melden sich bei Dir und bitten Dich, dieses Gespräch zu moderieren.
- Was gäbe es zu bedenken?
- Wie würdest Du Dich auf dieses Gespräch vorbereiten?
- Welche Hintergrundinformationen brauchst Du - oder wäre es sogar besser, inhaltlich ganz unvoreingenommen in das Gespräch zu gehen?
- Unter welchen Bedingungen würdest Du der Anfrage nachkommen?
Hintergrundartikel zur Situation:
taz; Frankfurter Rundschau; SocialTimes
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Zur Übung: Sondermülldeponie
4.9.2009 von milan.

Hier mal wieder ein Fall zur Übung, für diejenigen, die ein bisschen Konfliktanalyse trainieren wollen:
Der Giftberg (taz-Artikel)
Sondermülldeponie vs. BI “Stoppt die Deponie Schönberg”
- Wer sind die Konfliktparteien? Wen würde man an den Tisch bitten?
- Wer wäre ggf. im weiteren Umfeld noch tangiert? (Außenkreis)
- Darstellung der Situation aus den jeweiligen Sichtweisen (Mehrperspektivität)
- Was sind die möglichen Unter-/Einzel-Themen, die bearbeitet werden müssten?
- Welche Positionen prallen aufeinander?
- Welche Interessen stehen hinter den jeweiligen Positionen?
- Ideen-Sammlung: Wie könnten diese Interessen befriedigt werden?
- Was müsste auf der Beziehungsebene - jenseits der Sachinteressen - berücksichtigt werden?
Und wer noch tiefer ins Thema einsteigen möchte: weitere Infos über die Website der BI
Frohes Schaffen!
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Konflikteskalation
11.8.2009 von milan.
Weiterführende Informationen zum Modell der Konflikteskalationsstufen nach Fr.Glasl:
Literatur:
• Friedrich Glasl: Selbsthilfe in Konflikten (Erklärung des Modells, zwei Praxisfälle)
- S. 94 - 115 als PDF-Download
• Friedrich Glasl: Konfliktmanagement. (Sehr ausführliche Darstellung des Modells: Perzeptionen, Einstellungen, Interaktionen, Beeinflussungsmöglichkeiten)
Im Netz:
* Kurzüberblick bei Wikipedia oder bei mediation.at
* Plakat “Streitkultur” mit Hinweisen für die pädagogische Arbeit
* Eine etwas ausführlichere Darstellung des Modell auf einer website, mit weiteren spannenden Themen zum Stöbern …
Zum Üben:
Um das Modell greifbarer zu machen, nehme man sich einige Konfliktbeispiele und exploriere sie mit den folgenden Fragen:
- In welcher Eskalationsstufe seht ihr diesen Konflikt?
- Woran macht ihr das fest? (Merkmale/Kriterien)
- Wie könnte- schematisch orientiert an den Konfliktstufen - die Entwicklung dieses Konfliktes ausgesehen haben? (Vermutungen, Möglichkeiten …)
- Was müsste - z.B. in der Mediation - passieren, damit die KPs wieder eine Stufe höher kommen? (De-Eskalation)
- Welche (potientiellen) Ereignisse könnten diesen Konflikt weiter verschärfen? (Eskalation)
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13 Regeln zur Konfliktlösung …
17.7.2008 von milan.
… am Arbeitsplatz, mit Kunden und im Leben.
(Aus einem Artikel von mediate.com)
Keiner der folgenden Punkte ist wirklich neu oder beinhaltet ein “Wunderrezept”. Aber dennoch kann es hilfreich sein, die Zusammenstellung zu lesen, auf sich wirken zu lassen und vielleicht zur Überprüfung des eigenen Konflikt- oder Mediationsstils zu nutzen:
* Welche dieser Maxime ist bei mir recht gut, welche (noch) relativ schwach ausgebildet?
* Welchen Punkt würde ich gerne mehr berücksichtigen und/oder in Zukunft etwas trainieren.
* Gibt es einen Punkt, den ich nicht teile, oder sogar für kontraproduktiv halte?
Im Originalartikel nennt der Autor sie ‘Tools’ - Handwerkszeuge. Ich denke, sie spiegeln jedoch auch - und vielleicht sogar mehr noch, eine Haltung wieder als bloße Techniken.
In der Mediation kannst Du schauen, gegen welche der Punkte die Konfliktparteien verstoßen. Und Du unterstützt sie darin, diese - wieder - zu berücksichtigen.
1. Bleibe ruhig.
2. Höre zu, um zu verstehen, worum es dem anderen geht.
3. Betone das Positive.
4. Lege Dein Anliegen respektvoll da.
5. Greife das Problem an, nicht die Person.
6. Vermeide Schuldzuweisungen.
7. Konzentriere Dich auf die Zukunft, nicht auf die Vergangenheit.
8. Stelle die richtigen Fragen.
9. Prüfe, ob dieser Konflikt die Mühe wert ist.
10. Entwickle Wahlmöglichkeiten.
11. Sei kreativ.
12. Sei zuversichtlich.
13. Würdige erzielte Übereinkünfte und feiere die Erfolge.
(Lee Jay Berman)
Quelle: mediate.com
Über den Link kommt man zum Originalartikel. Dieser enthält in gut verständlicher englischen Sprache zu jedem der Punkte noch 1-2 erklärende Absätze.
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Drachen-Illusion
12.1.2008 von milan.
Die ‘Dragon Illusion’ ist ein weiteres faszinierendes Beispiel für optische Täuschungen. Durch Klicken auf das Bild kommst Du zu einer kurzen Video-Demonstration, außerdem gibt es per PDF-Download eine Vorlage, um den Drachen auszudrucken und ganz einfach selber nachzubauen.
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The Perfect Circle
4.1.2008 von milan.
Üben - üben - üben!
Übung macht den Meister - wie wir in dem Video hier sehen können:
Alexander Overwijk unterrichtet am Glebe Collegiate Institute in Ottawa (Kanada) Mathematik.
Er erzählt, dass er in seiner Freizeit trainiert, den perfekte Kreis mit ca. einem Meter Durchmesser zu zeichnen und demonstriert dies seiner Klasse.
Dass es in dieser Disziplin ‘World Championships’ gibt, ist jedoch ein Fake, mit dem er jährlich seine Schülerinnen und Schüler verulkt.
Quelle
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Fragetechniken
28.11.2007 von milan.
Was ist das Problematische an “Warum-Fragen”?
Wir hatten das Thema kürzlich in einem Ausbildungsmodul, zur Auffrischung und Ergänzung hier noch ein Verweis auf eine nette Präsentation zum Thema “Systemische Fragetechniken”, in der dieses Thema aufgegriffen wird:

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Kleine Übung zum Heraushören von Interessen
23.11.2007 von milan.

Ein Mann wollte beim französischen Kunsthändler Georges Bernheim ein kubistisches Bild erwerben, das 10.000 Francs kosten sollte. Doch er zögerte ein wenig und erkundigte sich vorsichtig: “Darf ich es zurückgeben, wenn es meiner Frau nicht gefällt?” – “Selbstverständlich”, erwiderte Bernheim. Ein paar Tage später kam der Mann mit dem Bild zurück. “Bedauerlicherweise kann sich meine Frau mit dem Bild nicht anfreunden. Nehmen Sie es zurück?” – “Natürlich”, nickte Bernheim und wandte sich an seinen Kassierer: “Zahlen Sie dem Mann 12.000 Francs aus. “Aber ich habe doch nur 10.000 Francs dafür bezahlt”, sagte der Mann. “Ich weiß”, entgegnete Bernheim, “aber seitdem sind diese Bilder im Preis gestiegen.” Der Mann dachte kurz nach und verließ mit dem Bild die Verkaufsräume.
Hypothesen über die Interessen des Kunsthändlers Bernheim?
Hypothesen über die Interessen des Käufers? Inwiefern haben sie sich eventuell verändert?
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Clockwise?
8.11.2007 von milan.
Dreht sich die Tänzerin im Uhrzeigersinn oder gegen den Uhrzeigersinn?

Die Drehrichtung liegt nicht am Bild, sondern in der Art, wie wir wahrnehmen. Eine Theorie dazu besagt: Wenn deine Wahrnehmung - zumindest im Moment! - rechtshirn-dominant ist, wird die Tänzerin sich für Dich im Uhrzeigersinn bewegen, nutzt Du überwiegend die linke Hirnhälfte, dann dreht sie sich gegen den Uhrzeigersinn.
Mit ein bisschen Übung ist es auch möglich, dass sie die Drehrichtung wechselt.
Quelle
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Perspektivenwechsel im Alltag
16.7.2007 von milan.
_ Halb voll oder halb leer?
.
Vor einiger Zeit ging ich aus dem Haus, etwas in Eile, weil ich den Zug erreichen wollte. Ich war etwa 50m weit gekommen, als mir einfiel, dass ich meinen Brieftasche mit der Fahrkarte vergessen hatte. Meine spontane innere Reaktion war: “Du Dussel, jetzt kannst Du noch mal zurück gehen!” (Hier meldete sich mein ‘Innerer Kritiker’ zu Wort.)
Meine zweite – etwas verzögerte und auch bewusstere Reaktion war: “Hej, gut dass Dir das jetzt noch eingefallen ist! Es erst an der Bushaltestelle zu merken, wäre zu spät gewesen.”
Und dann meldete sich meine dritte Stimme – eine äußerst konstruktive, zu Wort und sagte “Danke!” zu dem Teil in mir, der mich so unvermittelt daran erinnert hat, dass ich etwas vergessen hatte.
Um den Perspektivenwechsel zu üben brauchen wir also gar nicht unbedingt andere Personen und Meinungen. Unsere inneren Dialoge bieten uns ein ebenso wertvolles Übungsfeld – oft mit zusätzlichem Gewinn für unsere persönliche Zufriedenheit. Denn wer kennt nicht die Dialoge oder Chöre dieser verschiedenen inneren Stimme, die uns manchmal echt jeck machen können.
Zur Übung:
1.) Bei nächster Gelegenheit, wenn in Dir mal wieder ein innerer Dialog abläuft, nimm zusätzlich noch eine neutrale und allparteiliche Position ein. Dann gib den unterschiedlichen Sichtweisen bewusst Raum und Wertschätzung , so wie MediatorInnen es bei den Konfliktparteien tun. Wenn du willst, nutze auch das Paraphrasiere. Das hilft, die neutrale & allparteiliche Position zu etablieren und zu stärken.
Beispiel: “Der Brief muss heute noch geschrieben und verschickt werden.” “Ach komm, das hat doch Zeit bis morgen, so wichtig ist das doch nicht.”
2.) Das nächste Mal, wenn Dein “innerer Kritiker” Dich herunter zieht (”Mist, ich kriege das nicht hin!”) gib dieser Position bewusst einen Moment Raum und Wertschätzung. Dann überlege, was Dir in dieser Situation ein wohlwollender guter Freund oder eine gute Freundin sagen würde. Gib danach dieser Position Raum und identifiziere dich kurz mit dieser Sichtweise – wie fühlt sich das an …
Danach kannst Du – wenn Du willst – die Allparteilichkeit aufgeben und Dich entscheiden, mit welcher Sichtweise Du Dich nun verbinden willst: welche ist Dir auf Dauer am angenehmsten und dienlichsten?
Hintergrundliteratur
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Körperhaltung & Gefühl
8.6.2007 von milan.
Hier das nette Bild, das ich letztens beim Workshop leider nicht präsent hatte:

Praktische Übung:
Nimm nacheinander verschiedene Körperhaltungen ein und spüre nach, welches Gefühl am leichtesten damit korrespondiert:
• gebeugtes Stehen, Kopf hängen lassen, Blick zum Boden, wenig Körperspannung (à la Charly Brown)
• aufrechtes Stehen, Blick gerade aus, Schultern zurück, sich “groß” machen
Sind Unterschiede spürbar?
Oder es reicht auch schon, nur die Mimik zu verändern:
• schau grimmig drein - was fühlst du?
• jetzt lächle - was verändert sich in deinem Empfinden?
• mache eine Weile bewusst ein trauriges Gesicht - hat es Auswirkung auf dein Gefühl?
Beim nächsten Mal, wenn du in gedrückter Stimmung bist, dich vielleicht schlapp und lustlos fühlst - nimm bewusst wahr, welche Körperhaltung du jetzt gerade hast - ohne etwas zu verändern!Dann überlege, wie deine Körperhaltung wäre, wenn du voller Energie und gut drauf wärest. Gehe dann bewusst in diese Körperhaltung, bleibe so eine Weile und spüre nach, ob und ggf. wie sich dein Gefühl bzw. deine Stimmung verändert. Nimm die Körperhaltung ein, die deiner “Wunschstimmung” am ehesten entspricht. Schau, wie lange du dies halten kannst.
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Was passiert dabei bei Dir? Was funktioniert und was nicht? Du kannst uns hier gerne deine Erfahrungen mitteilen.
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